Willkommen zu unserer neuen Serie im Software3D-Blog: Die 10 häufigsten Hardware-Denkfehler.
Starten wir gleich mit Denkfehler Nummer 1:

Externe Geräte sind genau so leistungsfähig wie interne

Das stimmt so nicht. Es gibt mittlerweile viele externe Schnittstellen; die momentan neueste und schnellste externe Schnittstelle ist Thunderbolt 2, welche mit Übertragungsraten von bis zu 20 Gigabit pro Sekunde daher kommt, was effektiv 2,5 Gigabyte pro Sekunde entspricht. Das klingt auf den ersten Blick beeindruckend und diese Geschwindigkeit ist für den Zugriff auf externe Speichermedien und darauf befindliche Dateien wie bereits gerenderte Videos durchaus ausreichend, für externe Berechnungen jedoch deutlich zu langsam.
thunderbolt_kabel

Eine interne Schnittstelle kommt auf Übertragungsraten von locker 20 Gigabyte pro Sekunde, was deutlich schneller als jede externe Verbindung ist und somit die Berechnung komplexer mathematischer Operationen ermöglicht.
Mainboard_1

Eine Netzwerkverbindung mit Gigabit-Ethernet reicht für Internet und für den Dateienaustausch aus. Die Übertragungsrate beträgt hier maximal 125 Megabyte pro Sekunde und ist für Clusterlösungen geeignet; hier schickt man kleine Datenpakete zur Berechnung an die verschiedenen Rechner im Cluster und zieht sie anschließend über das Netzwerk zurück. Sie ist jedoch deutlich zu langsam um Berechnungsdaten 1 zu 1 auszutauschen.

Das Fazit zu Hardware-Denkfehler Nr. 1 lautet somit: Eine externe Kabelverbindung ist niemals so schnell wie eine interne Datenanbindung. Deshalb solltet ihr schauen, was ihr extern anbindet und welche Daten den High-Speed einer internen Datenanbindung benötigen.

Wenn ihr mehr wissen wollt oder nähere Informationen zu einer bestimmten Hardware-Komponenten benötigt, dann schreibt uns unter info@software3d.de – Nächste Woche geht es an dieser Stelle weiter mit Hardware-Denkfehler Nr. 2: Profi-Grafikkarten sind teure Consumer-Karten.

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