Bereits vor knapp 2 Wochen haben wir als zertifizierter Handels-Partner mit MAXON das neue CINEMA 4D R12 testen dürfen. Dabei wurden speziell alle neuen Features von den Entwicklern und Fachleuten direkt vorgestellt. Wir sind also für eure Fragen gerüstet und testen jeden Tag die Neuerungen aus.

Das auf den ersten Blick auffälligste, und aus unserer Sicht auch kritischste, ist die Umstellung von der Modularität hin zu den 4 Einzelprodukten (C4D R12 Prime | C4D R12 Broadcast | C4D R12 Visualize | C4D R12 Studio). So richtig begeistert waren wir im ersten Moment nicht, aber wir verstehen die Hintergründe: Durch die Modularität werden viele Features mehrfach entwickelt und kleine Änderungen müssen x-mal gemacht werden. Mit der Konzentration auf 4 Produkte kann MAXON neue Innovationskraft entfesseln, wovon wir als Endverbraucher letztendlich profitieren. Außerdem ist die neue Produktpalette für Neukunden wesentlich überschaubarer und leicht verständlicher.


Aber auch neben der Modularität hat MAXON einiges neu überarbeitet und tolle Features hinzugefügt. Allein die C4D R12 Prime (Nachfolger von CINEMA 4D R11.5 Basis oder Core) enthält nun einige Features, die es sonst nur in Modulen gab. Beispielsweise enthält der Standard Renderer von C4D R12 Prime „Ambient Occlusion“ um Bilder realistischer zu machen. Diese Funktion gab es bisher nur im Modul Advanced Renderer. Allgemein wurde hauptsächlich an Animations-Werkzeugen, Dynamics und dem Rendering gearbeitet. Es gibt neue Deformer, neue Dynamics und neue Rendering-Einstellungen.

Ein paar spontane Sachen aus der Schulung:

  • Was wir super fanden, ist, dass nun die Programmiersprache Python integriert werden kann. Das gibt Programmierern fast unbegrenzte Möglichkeiten. Als ein Anwendungsbeispiel von Python kann man sich z.B. mit Google Street-View verbinden und als Sky-Objekt in die Szene laden.
  • Auch schön ist, dass nun echte Maßeinheiten verwendet werden können. Wenn Sie z.B. ein Objekt in eine andere Szene importieren möchten, sind Sie oft dazu gezwungen, das Objekt erst mal in die passende Größe zu skalieren. Mit dem neuen Maßeinheitensystem können Sie problemlos kleine Objekte in großen Szenerien einbinden und anpassen, ohne an Qualität einzubüßen.
  • Geniale neue Deformer und Soft-Bodys und Dynamics werden uns noch sehr viel Spaß machen und wir stellen diese nach und nach mit kleinen Tutorials vor.
  • Der lineare Workflow berechnet die Farben noch genauer und bringt fantastische, realistische Ergebnisse heraus. Besonders deutlich wird dies, wenn man einen Stil in C4D R11.5 und C4D R12 rendert und vergleicht.

Eine komplette Liste der Features in CINEMA 4D R12 finden Sie hier:

Die Dynamics wurde (endlich) komplett überarbeitet und beinhaltet

  • Steinhart – Rigid Bodys
  • Kuschelweich – Soft Body Dynamics
  • Dynamische Konnektoren & Federn
  • Erweiterte MoDynamics

Neue Rendering-Features in CINEMA 4D R12

  • IES-Lichter
  • Global Illumination
  • Erweiterte Materialeinstellungen
  • Netzwerkpower
  • Linear Workflow
  • Farbmanagement unterstützt Farbprofile
  • Erweiterter Bild-Manager
  • Fotometrische Lichtparameter
  • Render-Manager
  • Ambient Occlusion

Neue Deformer in CINEMA 4D R12

  • Kamera-Deformer
  • Mesh-Deformer
  • Korrektur-Deformer
  • Glätten- und Oberflächen-Deformer
  • Nachfedern-Deformer
  • Stauchen- und Dehnen-Deformer
  • Cluster-Deformer
  • Punkte-Cache-Deformer

Weiter Features in CINEMA 4D R12

  • Reale Maßeinheiten
  • Doppelte Genauigkeit
  • OpenGL-Erweiterungen
  • Neue Architektur-Shader
  • Python Integration
  • Neue Dynamische Inverse Kinematik (IK)
  • Neuer Wichtungs-Manager
  • Duale Transformation („Nullen“ Sie Ihre Objekte)
  • Pose Morph-System (morpht alles was ihnen einfällt)