Letzte Woche ging es in unserer Serie um Denkfehler Nr. 4: RAID versus echtes Backup. Heute folgt Denkfehler Nummer 5:

„Mitgelieferte Software ist nutzlos.“

Wir hören häufig von Anwendern, dass sie bei einem neu gekauften PC erst mal das System plattmachen und neu installieren, da der Hersteller ja eh nur irgendwelche nutzlose Testversionen mitliefert. Bei Consumer-Geräten stimmt das auch ein Stück weit. Hier werden oft zum Beispiel sinnlose Toolbars mitgeliefert.

Mitgelieferte Software bei Business-Geräten

Bei Business-Geräten sieht es jedoch ganz anders aus: Die mitgelieferte Software ist hier dazu gedacht, das System zu verbessern beziehungsweise einige Funktionen überhaupt erst zu aktivieren. Bei HP z.B. werden auf allen Business PCs und Notebooks die Protect Tools mitgeliefert. Das ist eine Sicherheits-Software-Suite, die unter anderem Festplattenverschlüsselung, Einrichten des Fingerprint-Scanners oder sichere Passwort-Verwaltung liefert. Deinstalliert ihr diese Software, verliert ihr automatisch diese Funktionalitäten.

Eine andere Lösung ist das Software Setup: Wenn euch beispielsweise die Installation eines neuen Grafikkartentreibers euer System verhaut, könnt ihr über das Software Setup ganz einfach wieder den originalen Grafiktreiber installieren und somit euer System schnell wieder lauffähig machen.

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Performance Advisor und Remote Graphics

Wichtig bei Workstations ist der Performance Advisor: Dieser analysiert den Zugriff auf eure Anwendungen und somit deren Leistungsbedarf. Er spürt den jeweiligen Flaschenhals auf: das kann der Prozessor, Arbeitsspeicher oder die Grafikkarte sein. Somit könnt ihr gezielt eine bestimmte Komponente ersetzen oder aufrüsten um die Geschwindigkeit eurer Anwendung zu erhöhen. Ohne den Performance Advisor müsstet ihr raten, wo der Flaschenhals liegt.

Eine weitere interessante Sache ist HP Remote Graphics (RGS), welches kostenlos bei allen HP Workstations im Lieferumfang dabei ist. Im Gegensatz zum Remote Desktop könnt ihr hier nicht nur auf die GDI-Darstellung, also die Fensterdarstellung aus der Ferne zugreifen, sondern euch auch hardwarebeschleunigte 3D-Anwendungen auf eurem mobilen Endgerät anzeigen lassen.

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Fazit – Worauf müsst ihr achten?

Mitgelieferte Software auf Business-Geräten ist auf jeden Fall sinnvoll, da sie eine Palette an nützlichen Programmen liefert, mit denen ihr zum Beispiel die Leistung eures Systems optimieren könnt. Somit könnt ihr ruhigen Gewissens in diesem Bereich auf Software von Drittanbietern verzichten.

Wenn ihr eine Beratung benötigt, mehr wissen wollt oder nähere Informationen zu einer bestimmten Hardware-Komponente benötigt, dann schreibt uns unter info@software3d.de

Nächste Woche geht es hier an dieser Stelle weiter mit Hardware-Denkfehler Nr. 6: Hardware ist überall die gleiche.

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