oversights - 3D Visualisierung eines Unfalls

Ein Fahrzeug kommt von der Straße ab und rammt einem Baum mit 90 km/h frontal. Der Stamm hat einen Durchmesser von 25 cm. Die komplette Front wickelt sich um den Baumstamm. Der Wagen hat einen Totalschaden und der Insasse erleidet schwere Knochenbrüche und innere Verletzungen.

oversights gebrochener Knochen

Bei der Diplomarbeit „Oversights“ von Christian Lerch geht es genau um diesen Hergang. Er legte im Studiengang Medien-Design sein Diplom an der FH-Mainz ab.

Er ist derzeit als Motion Designer bei Acht Frankfurt visual catering tätig.

Bei seinem Kurzfilm hält er sich an die Infos aus einem Unfall- und Schadensbericht. Er versucht, die Sicht der Dinge zu rekonstruieren und dabei die Ästhetik der Zerstörung auf komplett neue Art und Weise einzufangen.

Die Visualisierung eines Unfalls auf abstrakte Weise bringt eine neue faszinierende Sichtweise und dennoch bleibt die Dramatik der Dinge bestehen.

Christian Lerch hatte bereits eigene „Erfahrungen“ in diesem Bezug erlebt, wodurch er wohl seine Empfindungen und Eindrücke mit einbringt.

oversights Reizdurchflutung

Ihm war wichtig, dass sein Filmprojekt auf keinem fiktiven Unfallereignis basiert. Er wollte eine möglichst authentische Darstellung visualisieren. Er entschied sich für einen Crash, bei dem es zwar zu Verletzungen gekommen war, aber Gott sei Dank es keine Todesopfer oder bleibende Schäden zu beklagen gab.

Für die Umsetzung der Klein- und Bruchteile entschied er sich für CINEMA 4D Partikeleffekte, die im Zusammenspiel mit Dynamics, MoGraph und XPresso in absolut unberechenbare Flugbahnen gelenkt wurden.

oversights kaputtes Licht

Dank seines Hintergrundes als Programmierer war Christian Lerch auch in der Lage, mit eigenen C.O.F.F.E.E.-Scripten gewünschte Verhaltensweisen herbeizuführen.

All diese CINEMA 4D Features sind in der R13 Studio mit enthalten.

Hair wurde im Rahmen dieses Projektes ebenfalls oft genutzt, wie in der Animation ab Minute 2:09 zu sehen ist.
oversights Haare
Auch wenn nicht direkt sichtbar, hat er Hair weit aus mehr eingesetzt, wie man glaubt. Er hat damit auch dynamisch Verwirbelungen dargestellt oder Regen visualisiert.

Gerendert hat Christian Lerch das Ganze mit CINEMA 4D Sketch & Toon, wobei Depth, Shadow und Specular jeweils separat in einzelnen Layern ausgegeben wurden.

Den letzten Schliff bekam die Animation dann in After Effects. Da für den dreiminütigen Kurzfilm eine Unmenge an Frames gerendert werden musste, entschied er sich das Rendering mit NetRender auf mehrere Maschinen zu rendern.

Natürlich war das ein wichtiger Punkt, da es sich bei der Animation um seine Abschlussarbeit handelte.  Sicher hat er auch deswegen das Projekt in CINEMA 4D umgesetzt.

 

Wir haben versucht mit Christian Lerch in Kontakt zu treten und melden uns sobald wir weitere Details in Erfahrung gebracht haben. Wir halten euch auf unserer software3D Facebook Seite auf dem Laufenden.