Das Thema Mobilität am Arbeitsplatz wird immer wichtiger. Neben der Lösung über Remote Graphics (RGS) die Workstation-Leistung auf ein mobiles Gerät zu übertragen (man braucht dazu aber Internet oder Netzwerk) gibt es von Wacom die Hybrid-Lösung aus einem leistungsstarken Tablet PC und einem Cintiq Interactive Pen Display.

Wacom ist ja für seine Grafik-Tablets berühmt, mit denen Ihr digital zeichnen könnt und dabei wesentlich mehr Gefühl bei der Eingabe habt. Um das zeichnen noch präziser zu machen gibt es die CINTIQ Produkte. Das waren bisher Eingabegeräte wo Ihr direkt auf dem Display zeichnen könnt. Statt auf Papier wurden die Eingaben so direkt umgesetzt. Mit dem neuen Wacom Cintiq Companion könnt Ihr nun auch sehr präzise zeichnen, wo auch immer ihr seid. Da es ein vollwertiger (Windows 8) All-in-One Computer ist, ist Internet oder Netzwerk nicht wie bei RGS notwendig.

Wir haben das Cintiq Companion beim CGI-Workshop mal ausprobiert und möchten es gern vorstellen und uns kritisch auseinander setzen. Beginnen wir mit den Allgemeinen Informationen.

Allgemeines zum Companion

Wacom Cintiq CompanionDas hochwertig verarbeitete Companion kommt mit einem 13,3 Zoll großen Full HD Display (1920 x 1080) und mit einem stolzen Gewicht von knapp 1,8 Kg. Zudem verfügt es über einen matten Touchscreen, womit das kreative Arbeiten auch draußen ohne lästige Sonnenspiegelung möglich ist. Durch die matte Oberfläche fühlt sich das zeichnen an, wie auf Papier.

Zur Positionierung gibt es einen relativ einfachen Standfuß mit 3 unterschiedlichen Neigungsstufen. Enthalten ist natürlich auch der Wacom-Stift und ein Akku mit einer Laufzeit von ca. 5 Stunden unter Volllast. (Wacom sagt bis zu 7 Stunden, aber das halte ich für unrealistisch. Im Internet wird eher so von 4-5 Stunden gesprochen)

 

Der Wacom Companion Pro Pen

Cintiq Companion Pen-case

Mit 2.048 Druckempfindlichkeitsstufen und der Fähigkeit, den Winkel deiner Striche zu erkennen, lässt sich der Cintiq Pro Pen wie ein traditioneller Pinsel oder Marker verwenden.  Der Pro Pen kommt zusätzlich mit 10 austauschbaren Spitzen, um verschiedene Stifte realitätsnah nachzuahmen und einem Hochwertig wirkendem Etui.

Da die Touch-Screen-Bedienung deaktiviert wird, sobald der Companion Pro Pen benutzt wird, entstehen beim zeichnen auch keine Striche mehr durch den Handballen. Wenn man also wieder den Touch-Screen nutzen möchte, muss man den Stift anheben.

 

Anschlüsse, Tasten und Kamera

Cintiq Companion Ausgänge

An der rechten Seite befinden sich zwei USB-3.0-Anschlüsse, ein Mini-Display-Port, ein Kopfhöreranschluss,  sowie ein Slot für eine Micro-SD-Karte.

Zusätzlich hat das Companion Bluetooth 4.0 und WLan. Für Videotelefonie hat die Vorderseite eine 2-Megapixel-Kamera und auf der Rückseite befindet sich eine 8-Megapixel-Kamera für Aufnahmen unterwegs. Die Verwendung der 8-Megapixel-Kamera kann bei dem Gewicht von 1,8 Kg aber schnell zur Tortur werden.

Das Cintiq Companion verfügt über einstellbare On-Screen-Controls, 4 ExpressKeys, einen so genannten Rocker Ring und ein Radialmenü mit zeitsparendem Zugriff auf die Kurzbefehle per Tastendruck.

Cintiq Companion On-Screen-Controls

Vergleich zwischen Companion und Companion Hybrid

Für den mobilen Einsatz, einschließlich einfacher Skizzen und Vorentwürfe, ist das Cintiq Companion Hybrid eine gute Wahl. Es ist erschwinglich und Ihr könnt die endgültigen Entwürfe nach der Rückkehr im Studio fertig stellen, wo ihr das Gerät an einen PC oder Mac anschließen könnt. Für Anwender, die Adobe Photoshop, Autodesk SketchBook Pro oder ähnliche Software unterwegs verwenden, ist das Cintiq Companion die bessere Wahl.

Preise für Cintiq Companion

Kostenpunkt für das Wacom Cintiq Companion liegt bei 1.795 € (inkl. Mwst). Eine etwas günstigere Variante für einfachere Arbeiten als Skizzenbuch nennt sich Wacom Cintiq Companion Hybrid und kostet 1.195 € (inkl. MwSt.) Es ist gut geeignet zur Vorvisualisierung und läuft auf Android. Die Zeichnungen kann man dann auf den Rechner (Win oder Mac) übertragen und vollenden. Da Cintiq Companion ist eben ein voll leistungsfähiger mobiler Rechner (Windows 8) auf dem Ihr auch aufwändige Grafikprogramme laufen lassen könnt.

Das Cintiq Companion ist mit folgender Hard- und Software erhältlich:

  • Windows 8, 8 GB-DDR-Speicher/256 GB-SSD/Intel HD Graphics 4000/Intel® Core i7 Prozessor
  • Windows 8 Pro, 8 GB-DDR-Speicher/ 512 GB-SSD/Intel HD Graphics 4000/Intel® Core i7 Prozessor

Die 256 GB-SSD Variante ist ab 1.795,00 € und die 512 GB-SSD Variante ab 2.295,00 €  bei uns im Shop erhältlich.

Als zweite Möglichkeit gib es den Cintiq Companion Hybrid mit folgender Hard- und Software:

  • Android 4,2 ,Jelly Bean / 2 GB-DDR3/ 16 GB-SSD oder 32 GB-SSD/Nvidia® Tegra® 4

Die 16 GB-SSD Variante gibt es ab 1.195,00 € und die 32 GB-SSD Variante ab 1.395,00 € bei uns im Shop.

Kleiner Test und Fazit

Wacom Cintiq Companion

Wir haben es beim CGI-Workshop mal ausprobiert und die Retopologie eines unserer 3D-Scans in zBrush gemacht. Es hat definitiv was befreiendes quasi überall sein Sketchbook oder Skizzenheft zur Verfügung zu haben und die Präzision mit dem Stift ist super. Wir konnten mit zBrush flüssig darauf arbeiten. Etwas unpassend fanden wir den Standfuß. Der ist leider gefühlt nicht so robust wie das Companion selbst, aber bei richtiger Anwendung tut er seinen Job.

Das Wacom Cintiq Companion kann man eigentlich nicht mit einem üblichen Tablet vergleichen. Allein mit dem 13,3″ Display ist es größer als ein übliches iPad oder anderes Tablet. Man kann es also kaum technisch oder inhaltlich mit einem Galaxy Note, Sony Vaio etc. betrachten. Für kreatives Arbeiten ist ein großes Display mit 13″ ein unbedingtes Muss! Kein Kreativer kann ernsthaft auf 10″ arbeiten.

Entsprechen wird das Gerät dann auch größer und schwerer. Bei einem Gewicht von etwa 1,8 kg ist es nicht gerade geeignet um lange auf dem Arm getragen zu werden, aber das ist ja auch nicht der Zweck. Es geht um wirkliche Arbeit, wo man sich in Ruhe hinsetzt (ein Café, ein See, ein Wartebereich am Flughafen etc.) und professionell arbeiten kann. Es ist für Kunden gedacht die ihre Arbeit bzw. Kreativität gerne auch außerhalb des Büros ausüben oder viel unterwegs sind. (Road-Warrior eben)

Und gleichzeitig muss die Belastung für solch ein Gerät auch anders verteilt sein. Die ziemlich flache Bauform ist speziell für mobilen Einsatz angepasst. Was die Verarbeitung angeht setzt Wacom auf Qualität, statt mit billiger Plastik ist das Wacom Cinitq Companion aus einem Body aus Aluminium gefräst und somit ein Begleiter für die Anforderungen unterwegs.

Schön ist auch, dass Wacom den kleinen Bruder Wacom Cintiq Companion Hybrid mit anbietet, der ist um einiges günstiger und erfüllt genau den Zwischenbereich zwischen echtem, professionellem, mobilen Arbeiten wie beim Cintiq Companion und dem Arbeiten an der Workstation.

Aus unserer Sich ist der Preis absolut gerechtfertigt und wir empfehlen das Wacom Cintiq Companion sehr gerne weiter! Natürlich bekommt ihr es deswegen auch bei uns im Shop und wenn ihr uns fragt, ist vielleicht noch ein kleiner Rabatt drin 😉

Achso, hier ist noch ein sehr gutes Review-Video von einem 3D-Artist, was ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Review zum Wacom Cinitq Companion aus Sicht eines Artists