Wie erstellt und animiert man in kürzester Zeit über 100 3D Charaktere?

Bei «Zambo», dem jüngsten Designprojekt der Kreativschmiede des Schweizer Fernsehens hat man sich diese Frage auch gestellt.

Kinder zwischen 7 und 13 Jahren können mit «Zambo» auf trimediale Entdeckungsreise gehen – per Fernsehen, Radio und Internet.

Wie soll ein Designer in kurzer Produktionszeit, hunderte von Figuren erstellen? Schnell war klar: Per Hand geht das nicht, man braucht Motion-Capturing.

Unter Motion Capture (Bewegungserfassung) versteht man eine Technik, die ermöglicht, menschliche Bewegungen so aufzuzeichnen und in ein von Computern lesbares Format umzuwandeln, dass diese die Bewegungen zum Einen analysieren und zum Anderen auf im Computer generierte 3D-Modelle übertragen können.

Motion Capture

Erste Tests wurden mit MoCap-Testdaten und dem Motion-System von CINEMA 4D erstellt und es war vielversprechend. Die Bewegungen ließen sich problemlos schneiden, mischen und zusammenfügen, was ganz klar wieder einmal zeigt das Cinema 4D benutzerfreundlich ist. Daraufhin entwickelten die Hersteller einen Arbeitsablauf und organisierte einen Motion-Capture-Dreh in Berlin. In drei Tagen und vier Darstellern entstanden mit der Hilfe von Tiny Bernhard (führender Senior-Designer für das Projekt) weit über 500 Bewegungsabläufen mit einem optischen Infrarot-System auf einer Fläche von nur 4×4 m mit 18 Kameras.

Adi Bühler von SR DRS war für die Klänge zuständig. Er hat die Musik aller Elementen komponiert.

Aus dem 2 Dimensionalen wurde 3D: Mit den Designern Alex Kersting und Benjamin Zurek erstellte, modellierte und texturierte Tiny alle gezeichneten Objekte, Umgebungen, Gebäude und Figuren in CINEMA 4D und richtete diese auf der «Zambo» -Weltkugel ein.

„Die Avatare sind einladent und begleiten einem dabei auf der rasanten Entdeckungsreise über alle Kontinente der Kinderwelt.

Zabbo einblick
«Zambo» läuft seit dem 30.8.2010 erfolgreich auf SF zwei, DRS 1 und auf www.zambo.ch.