Boris FX Continuum 2026.5: KI-Tools und neue Effekte

Boris FX hat mit Continuum 2026.5 ein Update für seine Effekt-Plugin-Sammlung veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen ein neues KI-Werkzeug zum Deinterlacing, überarbeitete KI-Modelle für vorhandene Tools, ein vereinfachtes Compositing im FX Editor sowie neu aufgebaute Warp- und Übergangseffekte. Auch Particle Illusion bekommt zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten.

KI-gestützte Werkzeuge

Neu ist BCC+ Deinterlace ML. Das Werkzeug wandelt verschachteltes Material, etwa von analogem Fernsehen oder VHS-Bändern, automatisch in Vollbilder um und eignet sich damit für die Aufbereitung von Archivaufnahmen. Daneben hat Boris FX die Modelle hinter Face ML, License Plate ML, Motion Blur ML und UpRes ML überarbeitet, was die Ergebnisse genauer machen soll. Face ML segmentiert jetzt zusätzlich Nase und Hals, Motion Blur ML kann farbige, prismatische Spuren erzeugen.

Ein neues Verwaltungssystem entlädt ein KI-Modell automatisch aus dem GPU-Speicher, wenn es eine Zeit lang nicht genutzt wird, und lädt es bei Bedarf wieder. So bleibt der Grafikspeicher frei.

FX Editor

Der FX Editor dient zum Durchsuchen der Presets und zum Anpassen von Parametern. In Version 2026.5 ist der Pixel Chooser integriert: Effekte lassen sich innerhalb einer Ebene über Masken, Luminanz-Keys und KI-basierte Tiefenkarten isolieren, ohne aufwendige Setups anzulegen. Ein neues Color-Management-Panel mit OCIO-Presets sorgt für einen einheitlichen Farb-Workflow und enthält Regler für Belichtung und Gamma. Ein Info-Panel zeigt RGBA- und Pixelpositionswerte in Echtzeit.

Effekte und Übergänge

Zehn Effekte und Übergänge wurden überarbeitet. In der Warp-Kategorie lässt sich BCC+ Ripple nun mit drei unabhängigen Wellen, neuen Wellenformen und senkrechten Höhenoptionen steuern, ganz ohne Keyframes. Die Displacement-Effekte greifen auf über 1000 mitgelieferte Displacement-Maps zu und bieten RGB-Trennung über den FX Editor. Hinzu kommen ein Glitch-Effekt für gebrochene Looks und ein Beat Reactor, der Animationen automatisch zur Musik synchronisiert. Die Übergänge Smoke Wipe, Texture Wipe und Depth Wipe erhalten eine Gradientensteuerung, mit der sich Richtung und Fokus eines Wipes vorgeben lassen. Insgesamt kommen über 150 neue Presets dazu.

Particle Illusion

Particle Illusion, in Continuum enthalten und auch als eigenständige Anwendung erhältlich, bekommt neue Steuerungen für 2D- und 3D-Partikel. Über Parameter Linking lassen sich Werte über mehrere Partikelknoten verknüpfen und gemeinsam aktualisieren. Das Color Mapping bietet jetzt gerichtete, lineare und radiale Verlaufsmodi statt zufälliger Farben. Mit Clone Particle Type und Link All Clone Parameters bleiben mehrteilige Effekte auch bei nachträglichen Anpassungen aufeinander abgestimmt.

Continuum läuft als Plugin in gängigen Schnitt- und Compositing-Programmen wie Adobe After Effects und Premiere Pro, Avid sowie OFX-Hosts. Wer das Update einordnen oder die passende Lizenz für seine Software-Umgebung wählen möchte, findet Boris FX Continuum bei software3d.de; bei Fragen zur passenden Variante hilft unsere Beratung weiter.

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